• Stephanie

COP26: Welche Ziele konnten auf der Klima Konferenz in Glasgow erreicht werden?

Glasgow sollte als der Gipfel in die Geschichte eingehen, der den weltweiten Ausstieg aus der Kohle bringt. Und noch was sollte erreicht werden: Die Welt sollte auf den Kurs des 1,5-Grad-Limits gebracht werden. Welche Ziele konnten erreicht werden und welche nicht?


Auf dem COP26-Gipfel haben sich die Mitgliedstaaten ein neues globales Abkommen - der Glasgow-Klimapakt - geschlossen. Es zielt darauf ab, die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren – aber schon jetzt sind einige Politiker und viele Aktivisten der Meinung, dass die Vereinbarungen nicht weit genug gehen. Was stand in der COP26-Vereinbarung? Das Abkommen, wenn auch nicht rechtlich bindend, konzentriert sich vor allem auf die Reduzierung von Emissionen. Stärker denn je ist formuliert, dass das 1,5-Grad-Limit schnelleres und entschiedeneres Handeln erfordert und dass die jährliche Menge an CO2, die freigesetzt wird, bis 2030 praktisch halbiert werden muss. Auf mehreren Ebenen ist damit der Druck stärker geworden.

So wurde auch ein weiteres Treffen im nächsten Jahr vereinbart, um weitere Reduzierungen der Emissionen von Kohlendioxid (CO2), zu verpflichten. Damit soll versucht werden, den Temperaturanstieg innerhalb von 1,5 ° C zu halten, was laut Wissenschaftlern erforderlich ist, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Die derzeitigen Zusagen werden, wenn sie denn erfüllt werden, die globale Erwärmung nur auf etwa 2,4 ° C begrenzen.


Kohle

Erstmals auf einer COP-Konferenz gab es einen expliziten Plan, den Einsatz von Kohle zu reduzieren. Denn Kohle ist zu 40 % für die jährlichen CO2-Emissionen verantwortlich. Allerdings einigten sich die Länder, nachdem China und Indien auf eine schwächere Verpflichtung gedrängt hatten, auf eine Reduzierung von Kohle anstatt zum kompletten Ausstieg.


Entwicklungsländer

In der Vereinbarung wurde eine deutliche Aufstockung der Mittel versprochen, damit arme Länder auf grüne Energie umsteigen können und die Auswirkungen des Klimawandels besser bewältigen zu können. Es besteht auch die Aussicht auf einen Fonds in Höhe von einer Billion Dollar pro Jahr ab 2025, nachdem eine frühere Zusage der reicheren Länder, bis 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar bereitzustellen, verfehlt wurde.

Während einige Beobachter sagen, dass das COP26-Abkommen sei der Beginn eines Durchbruchs, waren einige afrikanische und lateinamerikanische Länder der Ansicht, dass nicht genügend Fortschritte erzielt wurden.



Subventionen für fossile Brennstoffe

Die Staats- und Regierungschefs der Welt einigten sich darauf, Subventionen auslaufen zu lassen, die den Preis für Kohle, Öl oder Erdgas künstlich senken. Auf einen festen Termin konnte man sich jedoch nicht einigen.




Abkommen zwischen den USA und China

Die beiden größten CO2-Emittenten der Welt, die USA und China, haben sich überraschenderweise gemeinsam verpflichtet, in den nächsten zehn Jahren in Bereichen wie Methanemissionen und der Umstellung auf saubere Energie stärker zusammenzuarbeiten. China war bisher zurückhaltend, heimische Kohleemissionen zu bekämpfen und daher besteht dringender Handlungsbedarf.



Bäume Staats- und Regierungschefs aus mehr als 100 Ländern und mit etwa 85 % der weltweiten Wälder, versprachen, die Entwaldung bis 2030 zu stoppen. Dies wird als lebenswichtig angesehen, da Bäume große Mengen an CO2 absorbieren. Zusätzlich halten sieden Wasserhaushalt der Natur im Gleichgewicht und reinigen unsere Luft. Ähnliche Initiativen haben in der Vergangenheit die Entwaldung leider nicht gestoppt, allerdings wird dieses Mal viel mehr Geld fließen. Es ist jedoch unklar, wie das Versprechen überwacht werden soll.


Methan

Mehr als 100 Länder haben sich auf ein Programm zur Reduzierung der Methanemissionen um 30 % bis 2030 geeinigt. Methan ist derzeit für ein Drittel der vom Menschen verursachten Erderwärmung verantwortlich. Die großen Emittenten China, Russland und Indien sind allerdings nicht beigetreten. Bleibt zu hoffen, dass sich sich später doch anschließen.



Geld Zwei Fünfteln des weltweiten Finanzvermögens, 130 Billionen US-Dollar, sollen genutzt werden, um saubere Technologien wie erneuerbare Energien zu unterstützen und weg von der Finanzierung von Industrien, die fossile Brennstoffe verbrennen. Die Initiative ist ein Versuch, private Unternehmen in die Erreichung der Netto-Null-Ziele einzubeziehen. Einige Umweltorganisationen haben jedoch erklärt, dass dies ohne ein größeres Engagement für die Beendigung der Nutzung fossiler Brennstoffe kaum mehr als eine PR-Aktion sei.

Wie werden Länder dazu gebracht, ihre Zusagen zu erfüllen? Die meisten auf der COP eingegangenen Verpflichtungen werden von den Staaten selber kontrolliert. Nur wenige Länder machen ihre Zusagen rechtsverbindlich.

Und hier muss man sehen, ob die Länder mit rihre Selbstverpflichtung verantwortlich umgehen werden.

Der COP27-Gipfel im nächsten Jahr findet in Ägypten statt.

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