• Stephanie

Die neue EU-Regel für Einmalplastikprodukte


Plastikbesteck

Bereits 2019 wurde ein Verbot für Einmalplastikprodukten beschlossen - seit dem 3. Juli ist es in Kraft! Die Regelung sieht vor, dass viele Einwegplastikprodukte aus dem Handel verschwinden, allerdings wird es auch viele Ausnahmen geben. Wir haben uns mal angeschaut, welche Produkte verboten werden und welche Ausnahmen es gibt.


Verboten seit dem 3. Juli sind

  • Wegwerfteller, -becher oder -besteck aus biobasierten oder biologisch abbaubaren Kunststoffen

  • Besteck und Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen, Wattestäbchen und Luftballonstäbe aus Plastik

  • To-go-Behälter sowie To-go-Getränkebecher aus Styropor

  • Einwegteller und -schalen aus Pappe, sobald sie zu einem geringen Teil aus Kunststoff bestehen oder mit Kunststoff überzogen sind

Allerdings bleiben Plastikgetränkebecher, etwa Bierbecher beim Konzerten, erlaubt, denn das Plastikverbot beschränkt sich nur auf Teller und Besteck. Auch Coffee-to-go-Becher aus Papier, die mit Plastik bezogen sind, bleiben erlaubt; das gleiche gilt für die bunten Eisbecher aus Plastik.


Die verbotenen Produkte werden allerdings nicht sofort aus den Restaurants und Läden verschwinden, denn die aktuellen Lagerbestände dürfen weiterhin verkauft werden.


Es gibt Alternativen aus Papier oder Pappe, die aber auch nicht hundertprozentig umweltschonend sind, da die Produktion die Umwelt stark belastet. Es werden große Mengen and Wasser verbraucht und Chemikalien werdem bei der Produktion verwendet.

Etwas besser sieht die Umweltbilanz von Holzbesteck aus, weil die Produktion nicht so aufwendig ist. Allerdings ist es wichtig, wo das Holz herkommt. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, dann wäre Bambus die beste Entscheidung.


Boxen und Behälter aus Aluminium sind weiterhin erlaubt, da Aluminium zu den am meisten recycelten Materialen gehört. Aber wenn Du einen Behälter mit einer richtig guten Umweltbilanz nutzen willst, dann sollte er aus Glas oder Metall bestehen. Denn er kann unzählige Male wiederverwendet werden.

Auch bei Wattestäbchen gibt es wiederverwendbare Alternativen aus Silikon.

Alle Wegwerfprodukte mit Plastik, die weiterhin erlaubt sind, müssen in Zukunft gekennzeichnet werden. Unter die Regelung fallen neben To-go-Bechern aus und mit Plastik unter anderem Hygieneprodukte (etwa Feuchttücher oder Tampons) sowie Zigaretten mit kunststoffhaltigen Filtern. Die Markierung soll Verbraucher/innen vor Umweltschäden durch Plastik warnen und über die richtige Entsorgung informieren.


Die neue Regelung soll verhindern, dass immer mehr Plastik gedankenlos gebraucht und weggeworfen wird.

An europäischen Stränden konnte man in den letzten Jahren eine hohe Zunahme an Einwegplastikprodukten sehen.

Denn der Coffee-to-go Becher ist genauso beliebt am Strand wie beim Shoppen in der City.


Es gibt also nach wie vor eine Menge Plastik-Ausnahmen, aber wir können durch unser Handeln bestimmen, welche Materialen eine Zukunft haben. Denn am Ende bestimmt unsere Kaufentscheidung! Und da haben wir die Wahl.





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