• Stephanie

Energiewende in Deutschland: Jeder kann mitmachen!

Aktualisiert: Juli 4



Die Energiewende wird überall heiß diskutiert und wir wollen uns einmal anschauen, was sie bedeutet und was wir tun können, um sie umzusetzen.

Was bedeutet Energiewende überhaupt? Die Energiewende ist der Umstieg der Energieversorgung durch fossile Brennstoffe zu regenerativen Energiequellen. Etwa ein Drittel der Energie in Deutschland stammt heute schon aus erneuerbaren Energiequellen. Bis 2050 sollen 60 % der gesamten Energie und 80 % des Stroms aus natürlichen Quellen wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse stammen.

Eine Mission impossible? Ganz im Gegenteil: die MISSION is POSSIBLE!

Energiewende und Energiezeitalter – das sind Begriffe, die nach einer neuen Zeit klingen. Im Zuge der Energiewende kehrt Deutschland veralteten und vor allem klimaschädlichen Technologien den Rücken und entwickelt neue Alternativen, um sich langfristig und nachhaltig für die Zukunft zu wappnen. Eine notwendige Mission, zu der wir alle unseren Beitrag leisten können.


WAS BEDEUTET DIE ENERGIEWENDE ÜBERHAUPT?

Die Energiewende ist der Umstieg der Energieversorgung durch fossile Brennstoffe zu ausschließlich regenerativen Energiequellen. Es ist also der Übergang von einem Energiezeitalter ins andere und ist erst dann erfolgreich abgeschlossen, wenn alle herkömmlichen Kraftwerke durch moderne Anlagen für erneuerbare Energien wie Wind, Wasser und Solar ersetzt wurden. Diese Ziele wurden bereits im Pariser Klimaabkommen von 1980 beschlossen. Und die Klimaziele, die sich jedes beteiligte Land gesteckt hat, sollen bis 2050 erreicht werden. Für Deutschland heißt, dass mindestens 80 % der Stromversorgung und 60 % der gesamten Energieversorgung aus erneuerbaren Energien stammen muss.


DER STAND DER ENERGIEWENDE: DEUTSCHLAND NACH DER HALBZEIT.


Aktuell ist Halbzeit in Sachen Energiewende. Also schauen wir uns mal an, wie der aktuelle Stand in Deutschland aussieht. Gut ein Drittel der gesamten Energie stammt mittlerweile aus erneuerbaren Energiequellen und 2019 löste die Windenergie erstmals die Braunkohle als Spitzenreiter der Stromproduktion ab. Bis 2050 ist trotzdem noch einiges zu tun und besonders im Bereich Mobilität und Verkehr ist der Weg zum Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 40 % (im Vergleich zu 1990) zu senken, noch sehr lang.

Der wohl wichtigste Meilenstein war der Beschluss, dass bis 2022 alle Atomkraftwerke vom Netz genommen werden. Neben dem Atomausstieg hört man in Deutschland auch oft vom Kohleausstieg, der jedoch noch in weiter Ferne zu sein scheint.


SO GEHT ES WEITER MIT DER ENERGIEWENDE: ZIELE UND AUSBLICK

Bis 2050 will Deutschland seine Klimaziele erreicht haben und Energie zu 60 % aus regenerativen Quellen beziehen. Noch mehr Ziele in Zahlen: Bis 2050 soll der Anteil an erneuerbaren Energien am gesamten Bruttostromverbrauch bei 80 % liegen. Was die Treibhausgasemissionen angeht, sollen diese bis 2050 um mindestens 80 % (im Vergleich zu 1990) reduziert werden. Auch der allgemeine Strom- und Wärmebedarf in Deutschland soll sich weiter verringern. Hier sind 25 bzw. 20 % weniger das Ziel im Vergleich zu 2008.


5 Tipps, wie wir die Energiewende voranbringen können

Die meisten von uns denken wahrscheinlich nicht daran, dass jeder Einzelne etwas dazu beitragen kann, dass dieses langfristige Ziel der Regierung auch erfüllt werden kann. Und ja, der Bau neuer Anlagen, die Erweiterung der Netze und das Anpassen der Infrastruktur sind wohl Aufgaben und Maßnahmen, die die meisten von uns nicht beeinflussen können. Dabei gibt es einiges, das wir machen können, um die Energiewende zu unterstützen.

Diese Tipps sind dafür hilfreich:

1. Energie sparen

Der allgemeine Stromverbrauch in Deutschland soll sich weiter reduzieren. Und das ist etwas, bei dem du zu Hause mithelfen kannst. Achte beim Kauf neuer Elektrogeräte auf die Energieeffizienz, tausche deine alten Glühbirnen mit energiesparenden aus und verschwende keine Energie. Denn je weniger Energie gebraucht wird, desto weniger muss auch produziert werden. Und damit steigt die Chance, dass Strom aus erneuerbaren Energien irgendwann den gesamten Bedarf decken kann. 2. Umsteigen: Auf Bahn, Fahrrad oder E-Auto

Du kannst mit einem umweltfreundlichen Verhalten dazu beitragen, die Treibhausgase durch Autos, Flugreisen oder viel Verkehr im Allgemeinen zu reduzieren. Fahr mal wieder öfters Fahrrad (vielleicht kannst du sogar regelmäßig zur Arbeit radeln), oder plane eine Fahrgemeinschaft mit Kollegen. Und wenn Du dir ein neues Auto zulegst, lohnt es sich, über den Umstieg zur E-Mobilität nachzudenken.

3. Im Alltag umdenken

Nicht nur die große Energie-Infrastruktur unseres Landes muss sich anpassen, sondern auch die eigene in unseren Köpfen. Dabei musst du nicht nicht von heute auf morgen dein komplettes Leben ändern, um im Alltag klimafreundlicher zu sein. Versuche beim Einkaufen darauf zu achten, woher die Produkte kommen und wie sie verpackt sind. Vielleicht wolltest du schon seit einiger Zeit ein bisschen weniger Fleisch essen? Dann ist die Energiewende möglicherweise ein guter Motivator.

4. Selbst Strom produzieren

Wenn du Hausbesitzer bist, kannst du sogar ganz erheblich dazu beitragen, die Energiewende schneller unter Dach und Fach zu bringen – genauer gesagt aufs Dach. Denn mit einer Solaranlage produzierst du Strom aus Sonnenenergie, der zum Großteil deinen Eigenbedarf abdeckt und mit einem Speicher sogar Regentage und Nächte überbrückt. Wenn du Strom ins öffentliche Netz einspeisen möchten, wirst du für deinen Beitrag zur Energiewende sogar noch finanziell belohnt. 5. Zu Ökostrom wechseln

Noch etwas, das du selbst tun kannst, um die Energiewende voranzubringen, ist, Ihren Stromanbieter zu wechseln und auf Ökostrom umzusteigen. Denn mit jedem weiteren Ökostrom-Nutzer wird der Strom, der in Deutschland durch die Leitung in Ihre Steckdose fließt, ein wenig grüner. Und damit sinkt der Bedarf an herkömmlichen Stromquellen und fossilen Brennstoffen immer weiter. Ein Wechsel geht bei uns ganz einfach und in wenigen Minuten – und ist ein weiterer und wichtiger Schritt in Richtung erfolgreiche Energiewende!

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